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Patente

In diesem Abschnitt finden Sie die Patentanmeldungen von Dr. Gerald Böhm. Bei allen Patenten und Patentanmeldungen war Dr. Gerald Böhm auch als Erfinder maßgeblich mit beteiligt. Es sind jeweils nur beispielhafte Patentdokumente aus der jeweiligen Patentfamilie (Nationalisierung) angegeben, nicht alle Patente aus allen Nationalisierungen und nationalen Verfahren.

Die vorliegende Erfindung beschreibt neuartige Beta-Faltblatt-Proteine mit spezifischen Bindungseigenschaften und katalytischen Eigenschaften sowie Verfahren zur Herstellung dieser Proteine.

Doppelsträngige Nukleinsäuren zeigen unter üblichen Lösungsmittelbedingungen ein Auftrennen der beiden gepaarten Einzelstränge, wenn die Umgebungstemperatur den Schmelzpunkt der Nukleinsäuren überschreitet; der Schmelzpunkt ist unter anderem von Art und Länge der Nukleinsäuren abhängig. Dieses Aufschmelzen kann in einigen medizinischen und vielen biotechnologischen Prozessen und Anwendungen unerwünscht sein. Das neue Verfahren erlaubt eine signifikante thermische Stabilisierung des doppelsträngigen Charakters der Nukleinsäuren durch die Verwendung von einfach und kostengünstig herstellbaren rekombinanten Proteinen.

Die doppelsträngige Nukleinsäure wird mit einem nukleinsäurebindenden Protein aus einem hyperthermophilen Organismus, im gewählten Beispiel das HU-Protein aus dem Eubakterium Thermotoga maritima, inkubiert. Das Protein kondensiert die Nukleinsäure und schützt sie gleichzeitig vor Aufschmelzen wie auch vor enzymatischem Verdau. Dabei kann beispielsweise eine thermische Stabilisierung von synthetischem poly-dAdT um 47 °C beobachtet werden, d. h. eine Verschiebung der Schmelztemperatur von 31 °C ohne HU auf 78 °C mit HU.

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbindung von zwei oder mehr molekularen Substanzen über Adaptersegmente, die eine gerichtete Wechselwirkung bewirken, basierend auf der Affinität von prolinreichen Aminosäure-Sequenzen und Proteindomänen vom Typ WW.

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Transfer von molekularen Substanzen wie beispielsweise Proteine oder Nukleinsäuren in Zellen, im Falle der Verwendung von DNA verbunden mit einer möglichen Expression von Genen. Zum Transfer wird ein prokaryontisches Nukleinsäure-bindendes Protein verwendet, vorzugsweise aus einem thermostabilen Organismus. Bei Verwendung von Nukleinsäuren als zu transferierende Substanz bildet das Protein mit der Nukleinsäure einen reversiblen Komplex; das prokaryontische Protein kondensiert und kompaktiert die Nukleinsäure. Diese können nach entsprechender Inkubation in die Zielzellen aufgenommen werden.

Die Erfindung beschreibt ein Verfahren zur Verpackung molekularer Substanzen in Proteinhüllen mit den nachfolgenden Schritten:
- Binden eines Proteinhüllenfragments über einen ersten Bereich an eine Matrix;
- Inkontaktbringen des an die Matrix gebundenen Proteinhüllenfragments mit der molekularen Substanz, um die molekulare Substanz an einen zweiten Bereich des Proteinhüllenfragments zu binden;
- Abtrennen des Proteinhüllenfragments mit der daran gebundenen molekularen Substanz oder eines Teils des Proteinhüllenfragments, der die gebundene molekulare Substanz enthält, von der Matrix und
- Assemblieren des abgetrennten Proteinhüllenfragments oder eines Teils hiervon, der die gebundene molekulare Substanz enthält, mit anderen Proteinhüllenfragmenten zu einer Proteinhülle,

wobei das Abtrennen und das Assemblieren in beliebiger Abfolge durchgeführt werden können.

 
 
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